4 Mar 2018

Anika Droop und Felix Wasser aus Deutschland

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Einmal Sansibar und zurück

Als wir unsere Reise anfingen zu planen war klar, dass wir außer Shangilia und Nairobi noch mehr von Afrika sehen wollten. Ganz oben auf der Wunschliste standen neben einer Safari Sansibar und Kapstadt. Als sich im Reisebüro raussstellte, dass die Flüge ins Budget passten, haben wir sofort zugeschlagen. Sansibar haben wir als Urlaub in die Mitte unserer Zeit in Shangilia gesetzt – auch weil wir sowieso nochmal für ein neues Visa hätten ausreisen müssen – und für Kapstadt machen wir auf dem Rückweg einen kleinen Umweg. Nach etwas mehr als zwei Monaten hier fühlte es sich an, als wäre der Zeitpunkt genau der richtige. Einfach mal ein bisschen entspannen, die zahlreichen Eindrücke in Ruhe und mit etwas Abstand sacken lassen und  neue Energie tanken für die zweite Hälfte.
Auch wenn wir uns für unsere Safari in die Masai Mara schonmal für drei Tage verabschiedet hatten und wie versprochen wieder zurückgekommen waren, zeigten sich einige Kinder durchaus skeptisch wegen unseres Abschiedes. Vor allem die Kleineren können mit zwei Wochen als Zeitangabe eher weniger anfangen. Alle Kinder hier haben es natürlich auch schon oft mitbekommen, dass Volutäre nach einer gewissen Zeit gehen und auch erstmal nicht wiederkommen. Dementsprechend oft wurden wir gefragt, ob wir auch wirklich wieder kommen und wann das genau sei. Wir gaben unser bestes genau zu erklären, wie unser Plan ausssieht, wo es hingeht und wann wir wiederkommen. Da wir morgens aufbrachen bevor die Kinder aufstanden, hielten sich die Tränen  oder beleidigtes Ignorieren bei der Verabschiedung am Vorabend auch in Grenzen.

Back home after our holiday

Unser Hinflug inklusive Zwischenstop am Kilimanjaro, der sich allerdings etwas hinter den Wolken versteckte, verlief ohne Probleme. Auf Sansibar angekommen erschlug uns dann erstmal das schwüle Klima, das wir so aus Nairobi auch vor der etwas verrregneten und kühleren Zeit nicht gewohnt waren.  Das Straßenbild und der Verkehr kamen uns aber durchaus vertraut vor.
Die meißte Zeit der zwei Wochen verbrachten wir dann hauptsächlich mit lesen, schlafen, abkühlen im Pool oder im Meer und bestaunen unserer paradiesischen Umgebung. Wirklich aktiv wurden wir nur zweimal. Einmal um uns das historische Zentrum von Stone Town anzussehen, was uns mit seinen schmalen Gassen, den heruntergekommenen Häusern mit wunderschönen verschnörkelten Holzttüren und einem malerischen Sonnenuntergang durchaus beeindruckte. Und das zweite Mal für eine Schnorcheltour nach Mnemba Island. Die Blider der unzähligen bunten Fische in strahlend türkisem Wassser und von dieser traumhaften Insel haben wir zwar nur in unseren Köpfen, aber dort werden sie sicher so schnell nicht verschwinden.
Bis auf einen Tag hatten wir ausnahmslos perfektes Wetter und man würde meinen, es könne nichts geben, was wir hätten vermissen können. Aber an den letzten Tagen fingen wir an immer mehr über Shangilia zu sprechen, zu überlegen, was die Kids wohl gerade so tun und uns darauf zu freuen alle wieder um uns zu haben. Wir vermissten jeden Einzelnen und konnten uns immer weniger vorstellen uns im Juni für immer – oder zumindest auf unbestimmte Zeit – von Allen verabschieden zu müssen. Es fiel uns also gar nicht so schwer das Paradies nach 14 Tagen wieder zu verlassen.

Ja, wir haben unseren Urlaub in vollen Zügen genossen, aber es ist wunderschön wieder hier zu sein.

Nach etwas mehr als einer Stunde Flug und einem weiteren kurzen Blick auf die schneebedeckte Kuppe des Kilimanjaro fühlte es sich an als seien wir auf heimischem Boden gelandet. Nach zwei ewas kritischen Fragen bekamen wir unser zweites Visum dann doch ohne größere Probleme und wurden vor dem Flughafen vom ersten bekannten Gesicht freudig empfangen. Mwangi, der Fahrer von Shangilia, fuhr uns durch mittlerweile vertraute Straßen. Unterbrochen wurde die ansonsten staufreie Fahrt nur kurz durch eine Karfreitags-Prozession. Zu Hause angekommen – ja, es fühtle sich an wie nach Hause kommen – stellten wir nur kurz unsere Koffer ins Appartement. Auch wenn es nach den Bodenarbeiten während unserer Abwesenheit etwas chaotisch aussah, machten wir uns erstmal auf den Weg zu den Kids. Noch bevor wir in den Innenhof kamen, wurden wir von den ersten stürmisch begrüßt. Mit einer Traube von Kindern um die Beine und an der Hand gestalteten sich die weiteren Begrüßungen als etwas schwieriger. Wie erwartet schienen einige der Kinder sichtlich erleichtert uns wiederzusehen und fest davon überzeug uns vorerst nicht mehr loszulassen. Andere wiederum zeigten uns auch erwartungsgemäß vorerst die kalte Schulter, was sich nach ein bisschen extra Aufmerksamkeit allerdings meist schnell wieder legte. Und wieder andere überraschten uns  mit ihrer überschwänglichen und intensiven Begrüßung, die wir so nicht erwartet hatten.
Ja, wir haben unseren Urlaub in vollen Zügen genossen, aber es ist wunderschön wieder hier zu sein und wir sind gespannt, was uns in den anstehenden drei Wochen Ferien so erwartet und was die zweite Hälfte sonst noch so für uns bereit hält.

 

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